Jan 04 2007

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Marcus Beyer

Abendblatt-Interview mit dem Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren

Abgelegt 13:35 unter Allgemein

wj_teaser.gifDie Wirtschaftsjunioren Burgenlandkreis und Landkreis Weißenfels haben sich im Dezember 2005 gegründet. Zurzeit zählt der Verband 32 aktive Mitglieder. Neuer Sprecher ist Marcus Beyer. Ein Gespräch über die Stimmung, wirtschaftliche Erfolg und das Jahr 2007.

Herr Beyer, wie ist die Stimmung unter Existenzgründern im Süden Sachsen-Anhalts?

Ich denke, die Stimmung ist ganz positiv. Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland erreicht langsam nun auch unsere Region. Die Motivation der ExistenzgründerInnen ist dementsprechend hoch und zieht sich über alle Branchen und Themen. Ich bemerke allerdings auch ein langsames Umdenken in den Existenzgründungen. Waren viele Existenzgründungen oftmals aus dem Druck und der Not heraus geboren, nicht von Hartz IV abhängig zu werden, haben heutige Existenzgründungen oftmals ein höheres Innovationspotenzial. Der Trend, als „Spezialist“ zu agieren und gemeinsam mit Anderen zu schaffen, sich für Projekte zusammen zu schließen ohne voneinander abhängig zu sein, setzt sich immer mehr durch. Es geht aufwärts – definitiv und mit Nachdruck!

Wie liefen die Geschäfte für die Mitglieder? Zufrieden?

Für viele Wirtschaftsjunioren des Burgenlandkreises und des Landkreises Weissenfels war 2006 ein erfolgreiches Jahr. Viele Mitglieder berichten über positive Ergebnisse, neue Kundenakquisitionen und Expansionsvorhaben auch über die Grenzen der Landkreise hinweg. Also, der Blick auf das Geschäftsjahr 2006 und auf 2007 ist eher positiv. Natürlich müssen sich viele Unternehmen noch auf dem Markt festigen, sich eine Nische suchen. Mit der Mitteldeutschen Wirtschaftsmesse „auf2006“ im vergangenen September haben wir als Wirtschaftsjunioren natürlich auch versucht, unseren Mitgliedern Kontakte und Kunden zu bringen. Auch hier kamen fast ausschließlich positive Meinungen – ja, es wurden auf der Messe Geschäfte gemacht und neue Verträge abgeschlossen.

Welche Ziele haben die Wirtschaftsjunioren Burgenlandkreis im Jahr 2007?

Das wichtigste Ziel für uns ist es wohl, uns als Verband für Jungunternehmer, junge Führungskräfte und ExistenzgründerInnen stärker zu etablieren und uns für unsere Mitglieder aktiv in politische und wirtschaftliche Entscheidungen in der Region einzubringen. Wir werden unser „Jungunternehmer-Stammtische“ weiter ausbauen und durch geplante Betriebsbesichtigungen weiter mit der regionalen Wirtschaft ins Gespräch kommen. Unser Höhepunkt wird natürlich die Mitteldeutsche Wirtschaftsmesse „auf2007“ am 13. Oktober im Einkaufszentrum „Schöne Aussicht“ in Leißling sein, zu der man sich jetzt bereits als Aussteller anmelden kann.

Natürlich werden auch die guten Kontakte mit den Wirtschaftsjunioren der umliegenden Kreise wie Halle, Jena/Saale-Holzlandkreis, Leipzig und dem Altenburger Land weiter gepflegt und ausgebaut.

Auf welches Echo stößt die Kreisgebietsreform bei den Jungunternehmern?

Die Kreisgebietsreform ist für viele Wirtschaftsjunioren ein positives Vorhaben – wenn es effektiv angepackt und umgesetzt wird. Bisher haben wir mit den Wirtschaftsförderungen und Wirtschaftsämtern des Burgenlandkreises und des Landkreises Weißenfels nur positive Erfahrungen gemacht. Wenn durch die Kreisgebietsreform Steuergelder in der Verwaltung eingespart und z.B. für die Wirtschaftsförderung, infrastrukturelle Maßnahmen und vor allem auch die öffentlichkeitswirksame Aufstellung des Großkreises eingesetzt wird, dann hat sich das Ganze „TamTam“ bereits gerechnet und gelohnt.

Im November wurde eine neue Führungsmannschaft gewählt. Wer ist alles neu dabei?

Neben Marcus Beyer als Kreissprecher wurden Marco Eisert, Silvio Kleine, Bart van der Meer und Mario Ternedde in den neuen Vorstand der Wirtschaftsjunioren gewählt. Eugen Engel wird als Past-Präsident dem neuen Vorstand auch weiterhin zur Verfügung stehen.

(Quelle: PDF-Ausgabe des “Abendblatt”)

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